Studierende setzen sich in Projekttagen mit öffentlicher Wasserversorgung auseinander

Im Fachstudium II hat die HöV RLP im Rahmen der Projekttage im zweiten Studienjahr ein Projekt zur öffentlichen Wasserversorgung durchgeführt. Eine Studierendengruppe vertiefte unter der fachlichen Begleitung von Dozent Markus Stein rechtliche, organisatorische und finanzielle Grundlagen und erhielt bei einer Exkursion zu den Stadtwerken Trier anschauliche Einblicke in Rohwassergewinnung, Aufbereitung und Sicherheitskonzepte.
Eine Gruppe von Studierenden steht gemeinsam mit Dozent Markus Stein im Freien an der Riveristalsperre bei Trier. Im Hintergrund sind Wasser, Uferbereich und bewaldeter Hang zu sehen.
Studierende der HöV Rheinland-Pfalz besuchen im Rahmen des Projekts „Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in Rheinland-Pfalz“ die Riveristalsperre bei Trier.
Mehrere Studierende stehen in einem schmalen, hell beleuchteten Kontrollstollen der Riveristalsperre und hören einer Erläuterung zur öffentlichen Wasserversorgung zu.
HöV-Studierende erhalten im Kontrollstollen der Riveristalsperre Einblicke in die Überwachung und Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung.

Die Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV RLP) hat im Rahmen der Projekttage im Fachstudium II ein Projekt zur öffentlichen Wasserversorgung in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Unter der fachlichen Begleitung von Dozent Markus Stein befasste sich eine Studierendengruppe in Mayen und Trier mit rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen und vertieften die Inhalte bei einer Exkursion zu den Stadtwerken Trier. Das Projekt zeigte, wie verwaltungswissenschaftliches Wissen an einem für Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie die Region zentralen Infrastrukturthema praxisnah vermittelt werden kann.

Am ersten Projekttag erarbeiteten die Studierenden zentrale Grundlagen der öffentlichen Wasserversorgung. In Kleingruppen befassten sie sich mit Rechtsgrundlagen, Aufgabenträgerschaft, Organisationsformen sowie mit der Finanzierung über Gebühren und Beiträge. Am Beispiel der Stadt Trier wurde deutlich, wie eng rechtliche, wirtschaftliche und technische Fragen miteinander verknüpft sind. Zugleich wurde sichtbar, welche Verantwortung die öffentliche Verwaltung bei der Organisation, Steuerung und Sicherung einer verlässlichen Wasserversorgung trägt.

Der zweite Projekttag führte die Studierenden gemeinsam mit Dozent Markus Stein zur Riveristalsperre. Dort erläuterte Stefan Bauer die Abläufe der Rohwassergewinnung und der weiteren Aufbereitung. Ein besonderer Teil der Exkursion war der Gang in den Kontrollstollen des Damms. In rund 50 Metern Tiefe erhielten die Studierenden einen unmittelbaren Eindruck davon, welche sicherheitsrelevanten Einrichtungen zur Überwachung der Dichtigkeit und Standsicherheit des Bauwerks erforderlich sind. Vor Ort wurde anschaulich erklärt, wie das Rohwasser entnommen wird, welche Funktion der höhenverstellbare Entnahmearm erfüllt, wie Hochwasser kontrolliert abgeführt wird und wie das Wasser zur weiteren Aufbereitung in das Wasserwerk Trier-Irsch gelangt.

Darüber hinaus erhielten die Studierenden Einblicke in die weiteren Abläufe der öffentlichen Wasserversorgung, unter anderem durch Erläuterungen zur Weiterleitung und Aufbereitung des Wassers sowie zu den Anforderungen an Sicherheit und Qualität. Deutlich wurde dabei, dass hinter der alltäglich selbstverständlichen Verfügbarkeit von Trinkwasser ein eng abgestimmtes Zusammenspiel aus technischer Infrastruktur, rechtlichen Vorgaben, organisatorischer Steuerung und laufender Überwachung steht. 

„Gerade bei der öffentlichen Wasserversorgung zeigt sich sehr konkret, wie eng rechtliche, organisatorische, wirtschaftliche und technische Aspekte miteinander verbunden sind. Für die Studierenden war es wichtig, diese Zusammenhänge nicht nur theoretisch zu erarbeiten, sondern auch direkt vor Ort nachzuvollziehen“, sagte Dozent Markus Stein.

Für die Studierenden bot das Projekt die Möglichkeit, fachliche Inhalte aus dem Studium mit konkreten Eindrücken aus der Praxis zu verbinden. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie relevant eine verlässliche Wasserversorgung für das Gemeinwesen, die Kommunen und die Region ist.

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