Dreizehn Studierende der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV RLP) haben im Rahmen der Projekttage Brüssel besucht, um europäische Entscheidungsprozesse und aktuelle Fragen der Sicherheitspolitik unmittelbar vor Ort kennenzulernen. Auf dem Programm standen Besuche im Europäischen Parlament, bei der NATO und in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Brüssel.
Die Projektfahrt, begleitet von den Dozierenden Dr. Anja Ehlers und Michael Eckhardt, verknüpfte Inhalte aus dem Studium mit Einblicken in politische und institutionelle Praxis. Für die Studierenden wurde vor Ort anschaulich, wie europäische Entscheidungswege funktionieren, welche Rolle internationale Organisationen übernehmen und wie Landesinteressen auf europäischer Ebene vertreten werden.
Im Europäischen Parlament erhielten die Studierenden Einblicke in parlamentarische Abläufe und europäische Entscheidungsprozesse. In Gesprächen mit den Europaabgeordneten Dr. Katarina Barley, Ralf Seekatz und Joachim Streit konnten sie eigene Fragen einbringen und unterschiedliche Perspektiven auf europäische Politik kennenlernen. Gerade diese unmittelbare Begegnung half vielen dabei, politische Zuständigkeiten, Positionen und Entscheidungswege konkreter einzuordnen.
In der Landesvertretung Rheinland-Pfalz wurde deutlich, wie Themen aus Rheinland-Pfalz in Brüssel eingebracht und europäische Entwicklungen in die Landespolitik zurückgespiegelt werden. Die Studierenden lernten die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Landespolitik und europäischen Institutionen aus nächster Nähe kennen.
Ein weiterer Teil der Projektfahrt führte zur NATO. Dort erhielten die Studierenden einen konkreten Eindruck von internationalen sicherheitspolitischen Strukturen und Arbeitsweisen. Damit wurde ein Themenfeld greifbar, das im Studium behandelt wird, dessen praktische Dimension sich vor Ort jedoch noch einmal anders erschloss.
Die Reise knüpfte unmittelbar an Inhalte der Lehrveranstaltung Europarecht an. Sie bot die Möglichkeit, fachliche Kenntnisse zu vertiefen und politische Zusammenhänge in einem institutionellen Kontext einzuordnen. So ergänzte die Projektfahrt die theoretischen Inhalte des Studiums um Erfahrungen, die sich im Seminarraum allein nicht in gleicher Weise vermitteln lassen.

