Natur Natur sein lassen

Projekttage im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
HöV Studierende mit Ranger Oliver Groß auf der Tour zur Mörschieder Burr.
HöV Studierende mit Ranger Oliver Groß auf der Tour zur Mörschieder Burr.
HöV-Studierende auf dem Erbeskopf.
HöV-Studierende auf dem Erbeskopf.

Studierende der HöV besuchten mit ihren Dozenten Dr. Holger Konrad und Thomas Hanisch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Der 2015 gegründete, länderübergreifende Nationalpark basiert auf einem Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland und schützt wertvolle Buchenwälder, Moore und Quellgebiete im Hochwald.

Beide Exkursionen begannen im Hunsrückhaus am Erbeskopf mit einem Vortrag von Dr. Martin Mörsdorf, Abteilungsleiter beim Nationalparkamt. Er erläuterte das Prinzip "Natur Natur sein lassen", die Struktur der Nationalen Naturlandschaften, die Zonierung des Nationalparks sowie die zwei endemischen Flaggschiff-Arten: Hunsrück-Warzenflechte und Hunsrück-Rotalge. Auch Konflikte zwischen Naturschutz und lokalen Interessen wurden diskutiert. Die Exkursionen umfassten verschiedene Aktivitäten: eine Gipfeltour zum 816 Meter hohen Erbeskopf, die interaktive Ausstellung im Hunsrückhaus, eine Felsentour zur Mörschieder Burr mit Ranger Oliver Groß sowie den Besuch des Wildfreigeheges mit seinen handaufgezogenen Wölfen. Am Umwelt-Campus Birkenfeld erarbeiteten sich die Studierenden unter Anleitung ihrer Dozenten die rechtlichen Grundlagen und die Entstehungsgeschichte des Nationalparks. Prof. Dr. Kathrin Nitschmann, Professorin im Fachbereich Umweltwirtschaft/-recht, referierte über internationale Projekte wie "Sustainable Tourism for the Region", "Giving Nature its own Rights" sowie die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur.

Die Exkursionen ermöglichten den Studierenden einen umfassenden Einblick in die Praxis modernen Naturschutzes, der theoretische Grundlagen, rechtliche Aspekte und praktische Erfahrungen im Gelände miteinander verband.

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