Die Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH, eine 100 %ige Tochter der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz, bot Studierenden der HöV einen abwechslungsreichen und informativen Tag. Unter der Leitung von Dozentin Rita Göbel-Porz hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit die praktische Umsetzung von theoretischen Inhalten kennenzulernen.
Im Anschluss an die Begrüßung durch die beiden Geschäftsführer Martin Messemer und Daniel Zacher folgte ein kurzweiliger Vortrag zur Empowerment-Kultur. Abgerundet wurde dies durch eine wissenschaftlich fundierte Abhandlung zu diesem Thema. Das Empowerment als Führungsprinzip bezieht sich auf die Praxis, Mitarbeitenden mehr Verantwortung, Entscheidungsfreiheit und Kontrolle über ihre Arbeitsaufgaben zu übertragen. Ziel ist es, die Eigenständigkeit der Mitarbeitenden zu stärken und ihre Fähigkeit zur Selbstorganisation zu fördern. Empowerment fördert eine Kultur des Vertrauens und der Eigenverantwortung, was im Idealfall zu höherer Motivation, Kreativität und Engagement führt. In einem Unternehmen, das Empowerment als Führungsprinzip lebt, gibt es eine flachere Hierarchie, die den Mitarbeitenden mehr Spielraum gibt, eigene Entscheidungen zu treffen und ihre Arbeitsprozesse selbst zu gestalten. Führungskräfte treten dabei eher als Unterstützer, Mentoren und Coaches auf, die die Mitarbeitenden in ihrem Wachstum fördern und nicht nur Anweisungen geben. Dies ist eine Möglichkeit, das Employer Branding zu unterstützen und damit gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und auch zu binden. Tatsächlich stieg die Zahl der Initiativbewerbungen bereits an. Begleitet wird dies durch eine aktuell durchgeführte Digitalisierung von wesentlichen Prozessen der Candidate Journey, also einem strukturiertem Bewerber- und Onboardingmanagementsystem, das von den zuständigen Personalmitarbeiterinnen anschaulich sowohl aus der Perspektive eines potenziellen Bewerbers als auch aus Sicht der Sachbearbeiterinnen präsentiert wurde. Diese digitale Bewerberreise erleichtert und beschleunigt damit den Weg vom Recruiting bis zur Integration neuen Personals, was zu einem Anstieg der Zufriedenheit führt. Die Projekteilnehmenden konnten noch einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Jugendstil-Festhalle Landau werfen, in der jährlich weit mehr als 300 Veranstaltungen stattfinden. Diese Festhalle ist eine der beiden historischen Veranstaltungslocations, die von der Stadtholding vermarktet werden. Daneben betreibt das öffentliche Unternehmen die kommunalen Kindertagesstätten in der Stadt sowie u. a. das dortige Freizeitbad.